"Elf Freundinnen und Freunde sollt ihr sein"

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Fussballfeld mit Referenten und Redetitel

Am 1.3. richtet Next:Public ein Forum auf dem 24. Berliner Anwenderforum Digitale Transformation" von Infora aus, unter dem Titel: "Elf Freundinnen und Freunde sollt ihr sein - IT-Fachkräftemangel als Führungsaufgabe", mit:

  • Dr. Jürgen Bischoff, Geschäftsführer Corporate Human Resources, BWI GmbH (IT-Dienstleister der Bundeswehr)
  • Norbert Spangenberg, Leiter Personal, DVZ Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern GmbH (IT-Dienstleister des Landes Mecklenburg-Vorpommern)
  • Gudrun Aschenbrenner, Mitglied des Vorstands, Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB)

Moderation: Carsten Köppl, Geschäftsführer Next:Public

Zur Anmeldung, für Angehörige des Öffentlichen Dienstes kostenfrei: https://www.berliner-anwenderforum.de/Anmeldung-904388.html 

 

Aus der Tagungsbroschüre:

Die persönliche Herausforderung, eine sinnhafte Tätigkeit und Exzellenz im Team – das sind drei der wichtigsten Entscheidungskriterien von jungen Nachwuchsfach- und führungskräften für einen Arbeitgeber. Diese Kriterien sprechen durchaus für eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst. Sie sind aber auch gleichzeitig eine Herausforderung für die tradierte Verwaltungskultur.
Bei diesem Wandel, bzw. der „Inklusion“, der Bedürfnisse der nachrückenden Generationen in den öffentlichen Dienst kommt es in besonderem Maße auf die Führungskräfte an. Sie müssen ein attraktives und förderndes Arbeitsumfeld bieten und werden zum stärksten Faktor in der Mitarbeitermotivation und -bindung. Erschwerend kommt hinzu, dass die Führungskräfte, stärker als in den Jahren zuvor, Bedürfnisse unterschiedlicher Generationen im Team berücksichtigen müssen (Baby Boomer / Generation Golf und Generation Y). Teamgeist und individualisierte Trainerqualitäten sind gefragt, daher ganz im Sinne des Fußballs: Elf Freundinnen und Freunde sollt ihr sein – IT-Fachkräftemangel als Führungsaufgabe!

Welche neuen Ansprüche an Führung im öffentlichen Dienst angesichts des IT-Fachkräftemangels gestellt werden und wie Führungskräfte in dieser Aufgabe unterstützt werden können, behandelt dieses Forum anhand von Best-Practice-Impulsstatements und anschließender Diskussion.

 

"Die Beschäftigten im Mittelpunkt – Employer Branding mehr als reines Personalmarketing", Dr. Jürgen Bischoff, Geschäftsführer Corporate Human Resources, BWI GmbH (IT-Dienstleister der Bundeswehr)

Der Fachkräftemangel in der IT-Branche spitzt sich zu. Aktuelle Erhebungen des Branchenverbands Bitkom zeigen, dass im Jahr 2017 rund 55.000 offene IT-Stellen nicht besetzt werden konnten. Durch die zunehmende Digitalisierung über alle Branchen hinweg wird sich diese Situation in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Der Wandel vom Arbeitgeber- zum
Bewerbermarkt ist in vollem Gange. Wie kann die öffentliche Verwaltung in diesem „Kampf um die besten Köpfe“ bestehen? Die BWI GmbH als 100%ige Bundesgesellschaft und einer von zwei IT-Dienstleistern des Bundes im Rahmen der IT-Konsolidierung hat sich dieser Herausforderung gestellt.

In dem Vortrag werden Modelle und Maßnahmen aus Personalmarketing und Recruiting des IT-Dienstleisters vorgestellt, mit denen sich die BWI als Arbeitgeber positioniert, um ihren Personalbedarf zu decken. Zentral dabei ist die gelebte Mitarbeiterorientierung und ein Employer Branding-Ansatz, der über reines Personalmarketing hinausgeht und das Ziel verfolgt, Rahmenbedingungen zu bieten, die ein persönliches Wachstum der Beschäftigten ermöglichen. Denn im aktuellen Bewerbermarkt gilt es, sich von der Konkurrenz abzuheben und mit einer ganzheitlichen und umfassenden Personalstrategie aufzuwarten, bei der alle Maßnahmen zu einem in sich geschlossen Bild zusammenlaufen. 

 

"Active Sourcing bis Employer Branding – Moderne Instrumente für die Fachkräftegewinnung in der öffentlichen Verwaltung?" Norbert Spangenberg, Leiter Personal, DVZ Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern GmbH (IT-Dienstleister des Landes Mecklenburg-Vorpommern)

Der Fachkräftemangel insbesondere für ITK-Spezialisten / innen wird sich für den Bereich der öffentlichen Verwaltung in der Zukunft weiter dramatisch erhöhen. Die Aufgaben durch die Digitalisierung steigen stetig und werden komplexer, gleichzeitig werden die geburtenstarken Jahrgänge bis 2030 in den Ruhestand gehen. Die Gewinnung von neuen Fachkräften wird damit
zu einem der Schlüsselthemen der nächsten Dekade für die verschiedenen Organisationen der öffentlichen Verwaltung.

Um sich gegen die Möglichkeiten der freien Wirtschaft im „War of Talents“ durchzusetzen, wird es nicht mehr ausreichen, nur die bekannten Vorteile eines öffentlichen Arbeitgebers zu betonen. Benötigt werden vielmehr moderne Instrumente der Kandidatenansprache, des Personalmarketings und im Bewerberprozess. Darüber hinaus müssen sich öffentliche Arbeitgeber viel stärker als „Marke“ im Bewerbermarkt etablieren und für die potenziellen Kandidaten / innen interessante Aufgaben, Projekte und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten in den Vordergrund stellen. Dies kann nur gelingen, wenn es auch übergreifende Maßnahmen für die öffentlichen Verwaltungen geben wird, die von einer gemeinsamen Imagekampagne über gezielte Flexibilisierung von Entgeltfragen bis zu einem zentralen Job-Portal reichen können.

Die DVZ Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern GmbH ist als Landes IT-Dienstleister zu 100 % im Besitz des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Aufgrund des schon vor drei Jahren erkennbaren Personalbedarfs an IT-Fachkräften wurden alle Personalmarketing und Personalgewinnungsprozesse sukzessive an typischen Instrumenten und Denkweisen aus der freien Wirtschaft ausgerichtet. In den letzten zwei Jahren konnten damit über 100 neue Fach- und Führungskräfte gewonnen werden. Der Vortrag zeigt eine Übersicht über die Maßnahmen, Instrumente und die gesammelten
Erfahrungen.

"Vom Führungsleitbild zum Führungsalltag – Best Practice der AKDB", Gudrun Aschenbrenner, Mitglied des Vorstands, Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB)

Der IT-Fachkräftemangel ist in der Metropolregion München seit langem angekommen. Neben großen Wirtschaftsunternehmen oder öffentlichen Verwaltungen sind auch viele start ups am Markt, die jungen innovativen Mitarbeitern Chancen bieten. Insofern musste sich die AKDB in den letzten Jahren diesen veränderten Marktbedingungen anpassen: lange Bewerbungsverfahren mussten schnellen Onboarding-Prozessen weichen, vorhandene attraktive Arbeitsbedingungen müssen kommuniziert werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Führungsverständnis und Führungsinstrumente mussten neu definiert werden, um der Unterschiedlichkeit der Mitarbeiter und somit verschiedensten Bedürfnissen zu begegnen und damit eine wertschätzende, aber auch leistungsorientierte Unternehmenskultur zu prägen. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass wir – wie unsere Produkte mit langen Lebenszyklen – nicht nur am Karriereanfang stehende Mitarbeiter gewinnen, sondern optimale Rahmenbedingungen auch für erfahrene und langfristig Beschäftigte bieten wollen. Daher sind u. a. Führungsbedarfsklärungen, Teamworkshops, Wertschätzungskampagnen, aktives Networking genauso Unternehmensalltag wie vielfältige Arbeitszeitflexibilität und Familienfreundlichkeit.

Weitere Informationen und das Programm des "24. Berliner Anwenderforum Digitale Transformation" von Infora gibt es unter: https://www.berliner-anwenderforum.de/ 

 

 

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